Der Tag ist geprägt vom Packen, Rumhängen und der Abreise. Viele Gesichter, die man nie mehr wiedersehen wird. Und einige wenige, zu denen hoffenlich die entstandene Freundschaft erhalten bleibt.

Es ist an der Zeit ein Fazit zu ziehen:

Eine sehr heterogene Mischung an nette Leuten -mit mehr oder weniger Marotten- innerhalb derer man sicherlich bei jeder Rallye mindestens eine Handvoll Gleichgesinnter finden wird.

Die Organisation war gut. Es fehlte derweilen ein gezielter Informationsfluß. Die Grenzabwicklungen gingen zügig und reibungslos.

Den Empfehlungen der Orgs zu Überlachtungen und Restaurants sollte man mit Vorsicht folgen. Es gab immer bessere und billigere Unterkünfte, Restaurants oder Wechselmöglichkeiten. Es gab aber auch immer Argumente für die Empfehlung. Hartnackiges Nachfragen bei den Orgs ist unabdingbar.

Besonders ist von einem Hotelzimmer in dem Camp hinter Tanger abzuraten. Auch das Essen war hier allzu teuer. Wer mag sollte hier bereits in den Induvidualmodus übergehen und erst im Süden von Marokko wieder zur Gruppe dazustoßen.

Die Caches zur Rallye sind gute Hinweise für nette Lokationen, an denen man sonst schnell vorbeifährt.

Als Fahrzeug kommt eigentlich nur ein Diesel-Merzedes in Frage. Dieser Typ ist so dominant, dass man an jeder Mülltonne Ersatzteile bekommt (abgesehen von einem guten Versteigerungserlös). Am besten noch in den Taxifarben weiß, gelb oder grün. Busse und Transporter bringen gut Versteigerungserlöse, jedoch wird sich der Spaßfaktor in der Wüste in Grenzen halten.

Ersatzteile und Reparaturen sind in Afrika für die gängigen Fahrzeugmodelle unkompliziert, kostengünstig und schnell. Preis und Haltbarkeit stehen jedoch in direkter Relation zueinander. Den Phantasien bei Reparaturen sowohl durch Teilnehmer, wie auch dem Service-Team und Werkstätten ist keine Grenze gesetzt. Keine Angst, irgendwie geht es immer weiter, notfalls im Schlepp.

Marokko wird als Reiseland vollkommen unterschätzt. Alle waren sehr angenehm überrascht und redeten davon, diesem Land einen 2ten Besuch abzustatten.

Mauritanien ist das ärmste Land auf der Tour. Wenn möglich sollten Spendengüter hier oder in den direkten Anreihnerstaaten platziert werden.

Die Sicherheitslage erschien uns (bei der gewählten Routenführung) nicht sonderlich bedenklich.

Der Hilfscharakter der DBO wird oft diskutiert. Die Spenden sollte man selber an den Mann bringen und zwar da, wo das Gefühl stimmt (und dass müssen nicht die Projekte von Heinz sein). Am Besten im Hinterland der eigenen Nase oder anderen guten Quellen folgen.

Bei den Fahrzeugen die versteigert werden, sollte man sich nicht der Illusion hingeben, dass diese unbedingt im Lande bleiben. Professionelle Autokäufer bilden eine guten Teil der Bietergemeinde.

Alles in Allem ein tolle Tour bei der man sich die Highlights aber selber erarbeiten muß. Wenn man die Wahrheit über Afrika erfahren will, dann muß man den Mut haben rechts und links in die Gassen zu gehen und darf keine Scheu vor einem Gespräch mit den Einheimischen haben. Im Standardprogram der Tour ist dies definitiv nicht enthalten.

Der Rest ist Erinnerung!

1 Kommentar

  1. Hey Ihr Lieben, wenn doch so gut und günstig Ersatzteile zu bekommen sind, könnt Ihr mir schnell einen Motor für meinen T4 mitbringen;-))) Bin heute früh liegen geblieben mit bläulichem Qualm vorne ;-((( Eure Erfahrungen und Schrauberfähigkeiten hätte ich jetzt auch gern!!!! Liebe Grüße die Angelika